Projekt Münster, Parkhaus Westfälische Wilhelms-Universität

1016 Stellplätze

Ein neues Parkhaus für die westfälische  Wilhelms-Universität Münster ersetzt das nicht mehr zeitgemäße, nicht sanierungsfähige Beton-Parkhaus. Vor dem Neubau wurde das alte Gebäude durch den BLB in Eigengregie abgerissen. Das in Stahlverbundbauweise von HUBER errichtete neue Parkhaus liegt zwischen der Domagkstraße, dem Orléans-Ring und der Einsteinstraße in Münster. Es bietet nun 1.016 komfortable Stellplätze mit 2,50 m Breite auf 8 Ebenen. Auf Ebene 0 sind 29 Stellplätze mit einer Breite von 3,50 m vorhanden.

Komfort und Sicherheit

Für vereinfachtes Parken wurden die Stellplätze in Schrägaufstellung geplant. Die Vereinfachung der Ein- und Ausparkvorgänge reduziert dabei den CO2-Ausstoss. Auch das Ein- und Aussteigen in die Fahrzeuge wird signifikant erleichtert. Konzeptionell handelt es sich um ein Rampenparkhaus, auch Parkrampe genannt. Alle Ebenen sind mit unterschiedlich farbigen Markierungen gekennzeichnet. Spezielle Fußgängermarkierungen leiten die Besucher zu den Notausgängen.

Durch den schmaleren, stützenfreien Gesamtaufbau des Parkbaus ist eine Entfaltung des vorhandenen Baumbestandes am Standort insbesondere im Bereich der Baumkronen möglich. Weitere Vorteile sind die optimierte LED-Beleuchtung mit homogener Lichtverteilung und ein komfortabler Aufzug für 10 Personen in einem der Treppenhäuser. Dieser ermöglicht ebenso wie eine Verbindungsbrücke den barrierefreien Zugang zum Gebäude. Durch die Verbindungsbrücke erfolgt die direkte Anbindung an das vorhandene Brückenbauwerk am Coesfelder Kreuz. Bei der Planung wurde berücksichtigt, dass kein zusätzlicher Lasteintrag in dieses Brückenbauwerke erfolgte.

Die Helligkeit in den drei Treppenhäusern ist dank der attraktiven Glasfassade tagsüber gewährleistet. Nachts verstärkt die Beleuchtung das Sicherheitsempfinden. In der Nähe der Ausgänge wurden ausreichend viele Frauenparkplätze angeordnet, die über Videokameras überwacht werden können. Es stehen zudem ausreichend viele, gut sichtbare Alarmmelder in diesen Bereichen zur Verfügung.

Attraktives Design

Die moderne Architekturfassade entstammt einem Architekturwettbewerb, der vom BLB ausgelobt wurde. Die Fassadenkonstruktion besteht aus vorgehängten, gekanteten Aluminiumblechen, die waagerecht montiert wurden. Bei der Ausführung der Fassade wurden zahlreiche Faktoren berücksichtigt wie etwa die Einheitlichkeit der Befestigungspunkte für eine ansprechende Innenansicht, der äußere Wasserablauf oder die geräuscharmen Dehnmöglichkeiten.

Wartungsarme Ausführung

Während die im Gebäude gelegenen Parkebenen mit einer farbigen Beschichtung versehen wurden, wurde die obere Geschossfläche besonders hochwertig in Gussasphalt ausgeführt. Da das Gebäude nicht überdacht ist, besteht hierdurch der größtmögliche Schutz des Bauwerkes gegen Witterungseinflüsse und Eindringen von Chloriden. Die Oberfläche ist dadurch sehr wartungsarm.